Als Gründungsdirektor des 1962 als „Museum des 20. Jahrhunderts“ eröffneten heutigen Museums Moderner Kunst Stiftung Ludwig war Werner Hofmann (geb. 1928 in Wien –  2013 in Hamburg) oft mit dieser Frage konfrontiert. Er setzte sich unermüdlich für die Positionierung der Moderne in Österreich ein und förderte junge Talente, die neue Strömungen von Paris und New York nach Wien brachten. Aber nicht nur als genialer Ausstellungsmacher, sondern auch als Kunsthistoriker und Intellektueller war Hofmann ein widerständiger Denker.

Seine innovative Denkweise zeigt sich mit der Auswahl, die er 1967 als Kommissär für die internationale Biennale des Jeunes im Musée d´Art moderne de la Ville de Paris trifft, wo er drei künstlerische Positionen vereinigt: den Maler Adolf Frohner und die zwei Objekt- und Installationskünstler Richard Kriesche und Walter Pichler. Hofmanns Credo der produktiven Dialektik entsprechend setzt er damit junge Künstlerpersönlichkeiten in einen Dialog, der bis heute ungewohnte Zugänge eröffnet und Anlass zur ersten Ausstellung im Rahmen des Projektes „Hommage an Werner Hofmann“ ist.

Mit der zweiten Ausstellung „Eva und die Zukunft. Hommage an Werner Hofmann“ (27.05. – 07.10.2018) setzt das Forum Frohner die Projektreihe fort. 1986 kuratierte Hofmann in Zusammenarbeit mit Sigrun Paas in Hamburg die Ausstellung „Eva und die Zukunft“, die dem Bild der Frau von der Französischen Revolution bis in die Moderne gewidmet war. Im Jubiläumsjahr des Frauenwahlrechts knüpft die Ausstellung im Forum Frohner an die Schau an und zeichnet nach, wie sich Darstellungsformen weiblicher Rollenbilder bis zur Gegenwart verändert haben. Die Ausstellung wird von Brigitte Borchhardt-Birbaumer und Elisabeth Voggeneder kuratiert.

Begleitend zur Ausstellung findet am 28.09.2018 im mumok – Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig‎ (10.00–17.00 Uhr) und am 29.09.2018 im Forum Frohner (12.00–19.00 Uhr) ein Symposium zu Werner Hofmann statt.

Laufzeit: 
Mai 2017 – Mai 2019